[Themenmonat – Studium oder Ausbildung? Der Weg ist das Ziel!] Wie kamst du zu Studium/Ausbildung? Welche Vorstellungen hattest du?

Gastbeitrag meiner Freundin der Kasperin. Wenn hierzu Fragen aufkommen, einfach stellen – ich leite sie sehr gerne weiter 🙂

Wie bin ich zum Studieren gekommen? Über einige Umwege: Ursprünglich wollte ich gleich nach der Schule Rechtswissenschaften studieren. Recht war schon in der Schule mein Ding. Nach erfolgreicher Bewerbung und einem Studienplatz in Hannover folgte auch gleich der erste Überweisungsträger mit damals über 470,00 DM. Für mich als gerade fertig gewordene Abiturientin ein totaler Schock. Ich also zum BAföG-Amt. Dort wurde ich über die Möglichkeiten finanzieller Unterstützung aufgeklärt. Ich muss an dieser Stelle einwerfen: Wir hatten das Jahr 1998, also noch nichts mit Internet und alle Informationen über Google 😉

Ich hatte nun also die Möglichkeit einen Antrag auf BAföG zu stellen. Dieser scheiterte leider drei Mal an der Auskunfts- und Unterschriftsbereitschaft meiner Eltern. Für elternunabhängiges BAföG war ich noch zu jung. Also wurde mir empfohlen, das Geld einzuklagen. Geschockt von dieser scheinbar einzigen Möglichkeit das Studium zu finanzieren, habe ich mich dann kurzerhand dafür entschieden, erst einmal eine Ausbildung zu machen und Geld zu verdienen.  Da ich ja aber studieren wollte, war der Zug für einen Ausbildungsplatz in diesem Jahr schon abgefahren. Also habe ich mich für das darauf folgende Jahr beworben und einen Ausbildungsplatz zur Bürokauffrau bekommen. In der Zwischenzeit habe ich mich mit kleinen Jobs über Wasser gehalten, aber so zumindest immer meine Miete, mein Auto und den Lebensunterhalt finanziert bekommen.

In der Ausbildung wurde schnell klar, dass ich in dem Job leicht unterfordert war und doch mehr bzw. etwas anderes wollte. Dennoch dachte ich, eine kaufmännische Ausbildung schafft dir zumindest die Grundlage, wenn du dich später bewerben willst und ein Studium nicht klappt. Also schloss ich meine Ausbildung ab und stieg danach auch gleich in den Berufsalltag ein. Und aus dieser Unabhängigkeit, vor allem in finanzieller Hinsicht, für ein Studium wieder auszusteigen, ist wahnsinnig schwer.

So gingen dann doch einige Jahre ins Land, bis ich mich entschlossen habe, das Thema Studium wieder aufzunehmen. Dank Internet recherchierte ich, wo ich die Möglichkeit habe Rechtswissenschaften berufsbegleitend zu studieren. Leider erwies sich der Plan als nicht so umsetzbar, wie ich mir das vorgestellt hatte. Man hätte für ein berufsbegleitendes Studium bereits in diesem Gebiet arbeiten müssen und am besten einen Arbeitgeber haben müssen, der das Studium unterstützt.

Erneut machte sich ein bisschen Frust breit und ich zog es ein zweites Mal in Erwägung ein Vollzeitstudium aufzunehmen.  Nach vielem hin und her rechnen und der Bereitschaft auf vieles zu verzichten, konnte ich es mir aber nicht erlauben aus dem Job aus zu steigen.  Und so verstrich wieder Lebenszeit, in der ich schon zwei Mal hätte fertig sein können.  Verärgert über mich selbst und die blöden Umstände verdrängte ich das Thema Studium also erstmal…

…bis es mir bei meiner Bewerbung im öffentlichen Dienst wieder auf die Füße fiel. Hier wurde mir zum ersten Mal richtig klar, dass die „Jobauswahlmöglichkeiten“ und die entsprechende Gehaltsgruppe ohne Studium nicht so prall sind. Und, zum ersten Mal kam es gar nicht so sehr auf den Inhalt des Studiums an, sondern mehr darauf, eines zu haben.

Das war für mich die Initialzündung. Ich beschränkte mich nicht mehr auf meinen vermeintlichen Traumjob, sondern schaute, was es noch so gibt und was zu mir passen könnte. Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt im Stadtmarketing, was mir durchaus Spaß machte, aber eben keine Aufstiegs- oder Weiterentwicklungsperspektive  bot.  Aber ich lernte auf einer Veranstaltung meinen zukünftigen Professor kennen. Er erzählte mir, dass die Hochschule einen berufsbegleitenden Bachelorstudiengang für Wirtschaftswissenschaften BWL/ VWL anbieten wird. Die Vorteile lagen auf der Hand: fachlich breit aufgestellt, normale Studiengebühren, Vorlesung Freitagabends und samstags, ich kann meinen Job weiter machen. Perfekt!

Gedacht – getan –immatrikuliert. Was mich dann erwartete, erfahrt Ihr nächste Woche! 😉

Mit dabei beim Themenmonat sind: 

Rescueblog

abgebrochener Bleistift

Schreibfischchen

LunaUmbra

Pflaegermeister

MsPhye 

Janines Yogablog

Also einfach mal neugierig durchklicken 🙂 

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3 Gedanken zu “[Themenmonat – Studium oder Ausbildung? Der Weg ist das Ziel!] Wie kamst du zu Studium/Ausbildung? Welche Vorstellungen hattest du?

  1. Bis hierhin, Hut ab. Du hast deinen Traum vom Studium nie aufggeben. Heutezutage bieten die dualen Studiengänge einen wundervollen Kompromiss, auch das gab es 1998 leider noch nicht so häufig. Freue mich auf die Fortsetzung. LG Ela☕

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